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Anders als in der vergangenen Saison, in der nur ein Turnier gespielt wurde, musste man im Laufe dieser Spielzeit beim Schachclub in fünf
Runden sein Können beweisen. Dabei wurden nur die drei besten Ergebnisse gewertet, sodass man sich einmal einen Ausrutscher erlauben durfte.
Die allermeisten Schachspieler lieben das Fünf-Minuten-Blitzspiel, nur wenige haben eine chronische Abneigung dagegen. Den Spezialisten
dieser Spielart ist nicht nur Begabung, sondern auch eine blitzartige Reaktion auf unerwartete Gegenzüge gegeben. Vorjahressieger Gamzat
Shakhaev konnte seinen Erfolg nicht wiederholen und landete auf dem neunten Rang. Auch der Stadtmeister im Turnierschach, Dr. Robert
Scherf (167 Punkte), hatte Probleme mit der Zeiteinteilung und stand am Ende auf Platz sechs. Wolfgang Ströher (187 Punkte) gewann zwar
noch die erste Runde, fiel im Anschluss jedoch stark ab und belegte den fünften Platz. Christian Reich (201 Punkte) spielte drei starke
Turniere mit zweiten und dritten Plätzen, fehlte jedoch in den letzten Runden, was den vierten Platz bedeutete. In der Meisterschaft nicht
angetreten, aber im Blitzmodus kaum zu überwinden waren Dr. Christian von Maffei (238 Punkte) und Dr. Marinko Jurasic (244 Punkte). Ihr
Fehlen in der letzten Runde, in der beide Spieler noch beste Chancen auf den Gesamtsieg hatten, wurde mit Verwunderung quittiert. So
nutzte Dr. Harry Kerzdörfer (248 Punkte) die Gunst der Stunde. Mit einem Sieg in der letzten Runde schob er sich noch an den bis dahin
Führenden vorbei, zum Meistertitel. Die weiteren Platzierungen: 7. Luca Haake (165) 8. Lukas Friedl (141) 9. Gamzat Shakhaev (100)
10. Martin Pissinger (79) 11. Dr. Michael Fischer (59) 12. Revant Rajendrakumar (52) 13. Igor Lomasov (44) 14. Jan Walemtukiewicz (33)
15. Siegfried Foierl (29) 16. Rafael Aich (27) und Norbert Kocsis.
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